Lachen

schlapp lachen

Ich glaube, das war bisher eines der lachreichsten und witzigsten Shootings, die Sebastian und ich je für den Blog hatten. Hast du schon einmal von null auf hundert einfach angefangen zu lachen? Ohne Auslöser. Ich hatte das bisher nicht ausprobiert. Aber die Wirkung ist grandios. Als ich einmal mit dem Lachen begann, konnte ich gar nicht mehr aufhören und steigerte mich sogar in einen kleinen Lachkrampf hinein. Solange bis Sebastian auch nicht mehr anders konnte und wir plötzlich wie zwei Idioten auf der Straße herumstanden und lauthals lachten. Irritierte Blicke von Passanten inklusive *lacht*.
Lachen. Für mich ein spannendes Thema. Jeder macht es. Einige seltener. Andere öfter. Und dennoch denken wir bewusst nicht weiter darüber nach. Das möchte ich heute ändern. Deshalb habe ich ein paar wissenswerte Fakten über das Lachen zusammengestellt.

  • Lächeln ist einfacher, als die Stirn zu runzeln (dafür müssen nämlich mehr Muskeln benutzt werden).
  • Gelotologie ist die Wissenschaft vom Lachen.
  • Der Fachausdruck für die krankhafte Angst ausgelacht zu werden ist Gelotophobie.
  • An jedem ersten Sonntag im Mai ist Weltlachtag.
  • Lächelnde Menschen werden fast immer jünger geschätzt – weil lächelnde Gesichter attraktiver wirken und die Lachfalten es schwer machen das Alter zu erraten. Bye bye Botox!
  • Echtes Gelächter (kein gestelltes, künstliches Kichern) verbrennt 10-50 Kilokalorien in 10 Minuten. Bye bye Schokoriegel, auf meiner Hüfte landest du nicht? Naja, auf Sport sollten wir wohl besser nicht verzichten, um schlank zu bleiben. Das Lachen schlank macht ist also ein Mythos, außer du lachst drei Stunden am Stück um die Kalorien einer Tüte Kartoffelchips zu verbren… äh verlachen!
  • Lächeln wirkt attraktiver als Make-up? Jaaaa! 69 % aller Menschen finden lächelnde Frauen bezaubernder, als wenn sie Make-up tragen (herausgefunden in einer Studie von Orbit Complete).

 

Lächeln macht schöner als das schönste Make-up.”

Hermann J. Elling

 

  • Schon im 18. Jahrhundert hellten Barbiere die Zähne ihrer Kunden mit Salpetersäure auf – na, wenn das nicht ätzend war?!
  • Das wir uns Totlachen soll unmöglich sein.
  • Lachen ist dank unserer Spiegelneuronen ansteckend. Beim Anblick von lächelnden Personen oder wenn wir Gelächter hören, können wir gar nicht mehr anders und lachen automatisch mit. Ein wahrer Kontrollverlust über unsere Gesichtsmuskeln, wie eine Studie der schwedischen Universität in Uppsala herausfand. Beim Video von Joko und Klaas konnte ich auch nicht mehr anders, als lauthals mitzulachen. Solltest du unbedingt anschauen!

  • Der häufigste Grund für unser Lachen sind nicht etwa Witze, sondern unsere Unterhaltungen mit Freunden. Lachen ist unser soziales Verhalten, mit dem wir Zuneigung ausdrücken. Die Wahrscheinlichkeit das wir Lachen steigt in sozialen Situationen um bis zu 30 %, wie der Psychologe L.R. Provine herausfand.
  • Sich vor Lachen in die Hosen machen? Möglich, denn beim Lachen entspannt sich unser Blasenmuskel extrem. Huuuups!
  • Während eines lauten Gelächters aktivieren wir bis zu 200 Muskeln. Unser Puls steigt, die Atmung beschleunigt sich und im Gehirn kann es es durch den hohen Druck im Brustkorb zum Blutstau kommen. Sich vor Lachen biegen und dadurch ein rotes Tomatengesicht bekommen – da sage ich statt “Cheese” demnächst lieber “Ketchup”!
  • Wichtiger Muskel beim Lachen ist der Zygomaticus Major (Mundpartie). Er sorgt auch für Wangengrübchen, wenn er die Gesichtshaut mit nach innen zieht.
  • Du fühlst dich verspannt und gestresst? Dann bitte leg los und lache. Denn das reduziert die Stresshormone Adrenalin und Kortisol und setzt Endorphine (Glückshormone) frei. Du könntest dir wahrscheinlich 30 Minuten Entspannungstraining sparen, wenn du 10 Minuten lachst.
  • Unechtes andauerndes Lächeln hingegen kann laut Studien zu Depressionen und Burn-out führen.
  • Tränen lachen schützt unser Herz, weil unsere Durchblutung angeregt wird und der Cholesterinspiegel sinken soll. Also statt trauriger Liebesschnulze demnächst vielleicht doch lieber etwas Comedy zum DVD-Abend?!
  • Lachen ist eine Droge. Gesünder, günstiger und legaler als Kokain ist es auf jeden Fall und soll laut US-Wissenschaftlern die gleichen Hirnregionen aktivieren.
  • Fröhliche Mütter verabreichen ihren Babys die bessere Muttermilch, denn nach dem Lachen steigt der Melatoningehalt in der Milch. Ein super Schlaf-Wach-Rhythmus und guter Schutz ist den kleinen, süßen Hosenscheißern so garantiert. Auch Kinder, die unter Neurodermitis und Allergien litten, zeigten wohl schwächere allergische Reaktionen im Anschluss ans Stillen als normal.
  • Lächeln ist angeboren. Auch seit der Geburt blinde Menschen können lächeln. Babys beginnen, sobald sie geboren sind, im Schlaf mit dem Lächeln. Im Wachszustand kommt es im Alter von ca. 6-8 Wochen zum echten “sozialen Lächeln”, dass eine Bindung stärken und Beziehung aufbauen soll.
  • Kleinkinder lachen pro Tag etwa 100 bis 400 Mal, Erwachsene noch ca. 15 Mal. Deshalb wollte Peter Pan also nie erwachsen werden?
  • Vielleicht keine große Überraschung aber wahr: Wir können ein echtes, von einem unechten Lächeln unterscheiden. Warum? Erstens fand S. Scott heraus, dass gestelltes Lachen eine Hirnregion bei uns stimuliert, die dazu dient Emotionen anderer zu verstehen. Zweitens beginnt und endet ein unechtes Lächeln meist abrupt, wird willentlich erzeugt und ist häufig asymmetrisch. Wohingegen sich das echte Lächeln langsam und symmetrisch ausbreitet. Bester Beweis – Lachfalten um die Augen (Krähenfüße), gesenkte Augenbrauen, gehobene Mundwinkel und Wangen. Der französische Psychologe G.B. Duchenne entdeckte diese Anzeichen erstmalig im 19. Jahrhundert in diversen Studien, weshalb unser echtes Lächeln jetzt auch Duchenne Lächeln heißt.

Lachen

  • Ein echtes Lächeln dauert in der Regel zwischen 0,5 bis 4 Sekunden.
  • Frauen und Männer mit gepflegten Zähnen, die Lächeln werden attraktiver, beliebter, selbstbewusster und erfolgreicher eingeschätzt. Schnellere Beförderung inklusive!
  • Wenn du mal schlechte Laune hast, lächel absichtlich. Das hebt deine Stimmung garantiert.
  • Lachen soll zu mehr Zufriedenheit und einer längeren Beziehungsdauer führen, wie Prof. R.W. Levenson von der Universität in Berkeley USA herausfand.
  • Lächelnde Frauen verdrehen Männern eher den Kopf – Frauen auf Partnersuche sollten also immer schön die Zähne zeigen, dann steht der Liebe auf den ersten Blick nichts mehr im Weg.
  • Auch erforscht: Menschen, die auf Jugendfotos häufig lächelten, werden später seltener geschieden.
    Ich muss gleich mal einen Blick in Sebastians Fotoalbum werfen *lacht*.
  • Sie lächelt ihn an. Wie kann das zu Eifersucht führen? Unglaublich aber wahr. Ein Mann, der von einer Frau angelächelt wird, wird von anderen Frauen als attraktiver empfunden. Wohingegen andere Männer diesen Konkurrenten sofort im Pistolenduell niederstrecken möchten.

 

“Mit Humor kann man Frauen am leichtesten verführen, denn die meisten Frauen lachen gerne, bevor sie anfangen zu küssen.”

Hermann Jerry Lewis

 

  • Laut Lachforschern sind Lachen und Denken zugleich nicht möglich. Wenn ich jetzt lache, kann ich also nicht mehr weiter schrei …
  • Unsere natürliche Reaktion darauf, wenn wir gekitzelt werden, ist ein unwillkürlicher Reflex: Lachen. Warum das so ist, konnte bis heute noch nicht wissenschaftlich geklärt werden.
  • Echten Bären fehlen die Gesichtsmuskeln zum Lachen. Aber trotzdem lieben wir unsere lachenden Kuscheltierbären denke ich.
  • Der Psychologe J. Penksepp fand heraus, dass Ratten kitzelig sind und dabei rhythmische Piepser ausstoßen. Auch Schimpansen können lachen, was wie das Kichern eines Kleinkindes klingen soll. Bei Hunden erscheint Lachen als Hechel Laut.
  • Lächelt die Mona Lisa nun oder nicht? Darüber sind sich Wissenschaftler wohl noch uneins. Verlorene Schneidezähne oder Teillähmung des Gesichts, weil sie nur mit der linken Gesichtshälfte lächelt? Das Mysterium bleibt …
  • Videos und Bilder von Menschen die verzweifelt versuchen nicht zu lachen, sollen uns garantiert zum Lachen bringen.
  • 1963 wurde der Smiley erfunden.
  • Wir können ein Lachen wohl bis auf eine Entfernung von 100Metern erkennen.
  • Es gibt laut P. Ekman 19 verschiedene Arten zu lachen. Eine ist echt, die anderen dienen der sozialen Anpassung.

Ich verabschiede mich für heute mit einem echten Lachen und hoffe, dass ich dir ein paar nützliche, unnütze und unterhaltsame Informationen für deine grauen Gehirnzellen liefern konnte.

Kuss | Kiss

  14 Kommentare für “Lachen

  1. 1. November 2015 at 12:09

    Was für ein schöner Beitrag liebe Juliane <3 Lachen ist wirklich eins der schönsten Dinge auf der Welt und wer viel lacht, dem geht es auch einfach besser. Das Video von Joko und Klaas kannte ich noch gar nicht und müsste schon in den ersten 2 Minuten extrem mitkichern.

    Liebe Grüße
    Luise | http://www.just-myself.com

  2. 1. November 2015 at 22:35

    Wow, dein Blog hat ein super schones Template. Auch deine Blogposts gefallen mir super gut. Der heutige Beitrag ist so wahr. Lachen ist unheimlich wichtig.,

    LG Johanna

    http://www.fashionstylebyjohanna.com

  3. 2. November 2015 at 12:29

    wunderschöne Bilder, toller beitrag

    http://carrieslifestyle.com
    Posts online about Amalfi, Amsterdam, RIo…

  4. 2. November 2015 at 16:43

    Ein wundervolles Lachen!

  5. 2. November 2015 at 20:46

    Liebe Juliane,

    dein Lachen ist wunderschön, genauso wie dein Beitrag!

    Liebe Grüße,

    Denise
    http://www.dk-worldoffashion.com

  6. 2. November 2015 at 22:31

    Ein toller Post! Lachen ist die beste Medizin – da ist was dran. Lachende Menschen wirken wirklich jünger und attraktiver. Und dass Erwachsene (v.a. im Vergleich zu Kindern) heute häufig etwas zu ernst sind, ist leider auch so.
    Liebste Grüße

  7. 3. November 2015 at 14:00

    Was für ein schöner Beitrag, ganz toll!

  8. 3. November 2015 at 18:35

    Ah, ich musste gerade lächeln :) Ein wirklich netter Post und viele sehr interessante Fakten! Mir sagen Leute, die mich nicht kennen oft, dass ich recht sauer oder wütend in die Welt blicke, weil ich eben in Gedanken bin und mein Gesicht in Wirklichkeit einfach ausdruckslos ist. Deshalb versuche ich nun vermehr ein wenig zu lächeln, wenn ich durch die Stadt spaziere. So kommt die gute Laune dann auch ganz von alleine. Danke für deinen lieben Kommentar, der mich ebenfalls zum Lächeln brachte. Ja, du hast wohl recht, man muss einfach lernen oder sich daran gewöhnen damit umzugehen.

    Allerbeste Grüße an dich!

    mtrjschk.blogspot.com

  9. 5. November 2015 at 17:30

    Das ist einfach ein wunderbarer Post meine Liebe!
    Es hat mich grade irgendwie ein kleines Stückchen glücklicher gemacht :)
    Und dein Lacheln sieht toll aus – das steckt glatt ein bisschen an.
    Jetzt sitze ich hier vor meinem Laptop und lächle vor mich hin – danke dafür!

    Liebste Grüße ♥
    Mai von Sparkle & Sand

  10. 5. November 2015 at 17:40

    Was für ein schöner und informativer Post! Man sieht richtig, wie viel Mühe du dir gegeben hast – finde ich toll! Und viele Facts wusste ich noch gar nicht!
    Ich lächle im echten Leben zwar viel öfter als auf Fotos, aber lache auch richtig gern. :)

    Katarina x
    http://katarina-ahlsson.com

  11. 6. November 2015 at 0:19

    Super schöner Beitrag liebe Juliane. Dein Beitrag zaubert mich ein Lächeln ins Gesicht. Super schön geschrieben.

    Liebe Grüße Jessy von Kleidermaedchen

  12. 8. November 2015 at 22:38

    Was für ein schöner Beitrag – wirklich tolles Thema! Du hast richtig gute Fakten zusammengestellt. Ich liebe es, wenn Menschen ehrlich lachen können. Und ich liebe es, herzhaft zusammen lachen zu können! Und ja, ich gehöre zu den 69% der Menschen, die lächelnde Frauen noch viel bezaubernder finden! :)
    Liebst,
    Christina

  13. dirgni
    8. November 2015 at 23:01

    Ach was für wundervolle Idee, mal das Lachen zu interpretieren. Hat mir sehr gefallen. Bei deinen Lächeln auf den schönen Bildern,
    kann man gar nicht anders. Man muss mit lächeln

  14. 21. Dezember 2015 at 18:27

    Woww was für ein hübsches Lachen!!

    ♥ Nissi

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