Weil Pinguine vor Vorstellungsgesprächen niemals unter kalten Füßen leiden

Kleid: Fishbone | Jacke: Amisu | Springbrunnen | Schillerpark | Frühling | Sommerlook | kalte Füße | Vorstellungsgespräch | Canon Eos 70d BildKleid: Fishbone | Jacke: Amisu | Springbrunnen | Schillerpark | Frühling | Sommerlook | kalte Füße | Vorstellungsgespräch
Meinen heutigen Beitrag beginne ich mit einem Wunsch an euch – bitte drückt mir die Daumen. Ich habe mich kürzlich für einen absolut genialen Studentenjob beworben. Und ich denke ihr ahnt es schon – die Entscheidung, ob ich den Job bekomme, steht noch aus. Leider gab es sehr viele Bewerber für diese Stelle. Weshalb ich ein mulmiges Gefühl habe. Aber mit eurer Unterstützung klappt es bestimmt! Also wünscht mir bitte Glück, dann kann bestimmt nichts mehr schief gehen …

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Als die Einladung zum Bewerbungsgespräch für besagten Job ins Haus flatterte, freute ich mich riesig. Um meine Chancen zu steigern, fing ich deshalb direkt an mich vorzubereiten. Ich recherchierte, informierte mich und mein Gefühl wurde zunehmend besser. Bis … bis der große Moment vor der Tür stand. Am Tag vor dem Termin kamen sie plötzlich – die berühmt berüchtigten kalten Füße. Ich war plötzlich nervös und hatte Panik im Gespräch etwas Falsches zu sagen. Kurz und knapp, ich hatte Angst mich zu blamieren.

Wenn ich jetzt so über die Situation nachdenke, stelle ich mir dabei eine Frage: Woher kommen eigentlich die kalten Füße, wenn wir vor einer Situation Angst haben?

Ihr werdet es kaum glauben. Die Redewendung “kalte Füße bekommen” stammt aus der Welt des Glücksspiels. In England war das Spielen um Geld früher verboten, weshalb sich die Kartenspieler in kalte, feuchte und ungemütliche Keller zurückziehen mussten. Wenn einer der Spieler schlechte Karten hatte, benutzte er den Keller und die Kälte deshalb als Ausrede, um einen Rückzieher zu machen. Meist hieß es dann, vonseiten des Spielers er müsse sich die Beine vertreten, um die kalten Füße aufzuwärmen. Was ihm dann eine prima Möglichkeit bot aus dem Spiel auszusteigen und zu verschwinden.
Diese Redewendung passt also super zu unangenehmen Situationen, aus denen wir uns davon stehlen wollen. Wie kurz vor einem Bewerbungsgespräch *lacht*. Ich habe jedoch keinen Rückzieher gemacht, sondern mich der Situation gestellt. Wie sich am Ende zeigte, waren meine Sorgen auch ganz unberechtigt, denn das Gespräch war sehr entspannt.
Ich fand es noch sehr interessant zu erfahren, welche Vorgänge biologisch hinter unseren kalten Füßen stecken. Deshalb habe ich mich auch hier mal etwas schlaugemacht. Wenn wir kalte Füße vor einer Angst einflößenden Situation bekommen, ist unser vegetatives Nervensystem sehr leicht alarmierbar und stark erregt. Das führt dazu, dass sich die feinen Äderchen in unseren Extremitäten verengen, sodass weniger Blut die Haut unserer Hände und Füße wärmt. Die Folge ist dann das Kältegefühl, das sich in uns breitmacht. Wir sind unserer Biologie also scheinbar hilflos ausgeliefert. Außer wir gehen in Moonboots und Handschuhen zum Bewerbungsgespräch *lacht*.

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Obwohl – eine andere Option gibt es dann doch noch.

Wer von euch wie Harry Potter über magische Zauberkräfte verfügt, könnte sich in einen Pinguin verwandeln.

Im Gegensatz zu uns Menschen leiden Pinguine nämlich nicht unter kalten Füßen. Denn Pinguinfüße sind speziell für das Stehen auf kaltem Eis konstruiert, weil ihre Kälterezeptoren an Minusgrade angepasst sind.
Pinguine können Wärmeverluste nämlich ganz einfach vermeiden, indem sich die Arterien in ihren Beinen verengen. So fließt weniger Blut und damit Wärme in den eiskalten Fußbereich. Außerdem geben die Arterien der Pinguine, die das Blut zu den Füßen hin leiten, ihre Wärme an die Blutgefäße in der Nähe ab, die das Blut von den Füßen zum Körper transportieren. Je näher das Blut dem Pinguinfuß kommt, desto kälter wird es also. Eine wirklich schlaue Variante um Wärmeverluste zu vermeiden, wie ich finde. Da wünschte auch ich mir glatt, in manchen Situationen ein Pinguin zu sein und niemals unter kalten Füßen zu leiden. Ein Wunschdenken, das jedoch sehr unwahrscheinlich und unrealistisch ist. Daher setze ich lieber auf handfeste Methoden, um meine Nerven zu beruhigen und meine Füße vor dem Bewerbungsgespräch warmzuhalten. Gut geeignet sind dafür zum Beispiel positive Gedanken. Es hilft mir sehr, zuversichtlich an Herausforderungen heranzugehen und so einen kühlen Kopf zu bewahren. Von Freunden weiß ich, dass sie ihre Angst durch Yoga und Atemtechniken bezwingen. Beides wirkt extrem gut gegen Stress und entspannt die Nerven. Autogenes Training alias “Du bist ein Schlumpf und wanderst gerade durch deinen Körper” hat bei mir bisher keine positiven Entspannungseffekte erzielt. Ich bin aber auch hier bereit mich eines Tages noch einmal eines besseren belehren zu lassen.
Mit diesem Wissen und diesen Tricks sollten Vorstellungsgespräche zukünftig wohl zu keinen kalten Füßen mehr führen. Und falls doch, den Gesprächspartner einfach als kleinen Pinguin auf dem Eis vorstellen. Das hilft – bestimmt!

Schillerpark Cottbus | Springbrunnen | Sommer | Sepia | Canon Eos 70d
Kleid: Fishbone Sister | Jacke: Amisu | Boots: Graceland
Location: Schillerpark Cottbus
Kuss | Kiss

  12 Kommentare für “Weil Pinguine vor Vorstellungsgesprächen niemals unter kalten Füßen leiden

  1. 10. Juli 2015 at 13:47

    Hallo liebe Juliane,

    ich finde deine Art, wie du deine Blogposts verfasst absolut super. Ich musste wirklich schmunzeln bei der Vorstellung, sich sein Gegenüber in unangenehmen Situationen wie einem Vorstellungsgespräch, als Pinguin vorzustellen. Hast du “Die Pinguine aus Madagaskar” gesehen? Ab sofort werde ich wohl immer an den kleinen süßen Pinguin mit der Eierschale auf dem Kopf denken müssen! :D
    Neben dem tollen Text möchte ich die Bilder nicht außer Acht lassen, denn die finde ich wunderwunderschön. Du siehst aus wie eine Prinzessin. Ich liebe die Location, besonders die Fotos IM Brunnen finde ich klasse!

    Übrigens hoffe ich sehr, dass dein Vorstellungsgespräch gut gelaufen ist!

    Auch tausend Dank für deine Worte auf meinem Blog. Du hast mich wirklich gerührt und mir meinen Tag versüßt! DANKE DANKE DANKE! <3 <3

    Allerliebste Grüße von Helena:
    http://letsmakeanewtomorrow.blogspot.de

    • Juliane
      10. Juli 2015 at 19:00

      Liebe Helena,
      ich danke dir für deine lieben Worte. Ich musste beim Lesen deines Kommentars gerade richtig schmunzeln. Es ist eine süße Vorstellung, dass du dir ab jetzt in Vorstellungsgesprächen immer den Pinguin mit der Eierschale auf dem Kopf vorstellen wirst.
      Mein Gespräch ist super gelaufen. Danke.

      Allerliebste Grüße
      Juliane

  2. 11. Juli 2015 at 8:56

    Das ist ja wirklich mal ein super Beitrag! Total interessant, das habe ich noch gar nicht alles gewusst. Ich drücke dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen :) Und ich danke dir für deine lieben Worte auf meinem Blog. Ich freue mich total für dich, dass auch du einen so tollen Partner gefunden hast. Es gibt doch nichts schöneres als zu wissen, dass man nie alleine da steht :) Ich wünsche euch noch alles Glück der Welt!
    Liebste Grüße, Sophie
    Linsenspiel

  3. 11. Juli 2015 at 11:31

    Schöner Post! :)

    Ich kenne das Gefühl nur zu gut, vor einer wichtigen Prüfung oder einem Vorstellungsgespräch “kalte Füße” zu bekommen. Vor deinem Post hatte ich mir aber ehrlich gesagt noch nie Gedanken über diese Redewendung gemacht. Es war daher sehr interessant, deine Gedanken zu dem Thema zu lesen. Die Daumen sind natürlich gedrückt! :)

    Liebste Grüße
    Lena
    https://allaboutlena.wordpress.com/

  4. 11. Juli 2015 at 16:42

    Vielen Dank für deinen lieben Kommentar!
    Die Bilder sind toll geworden und dein Beitrag ist super schön geschrieben! Ich drück dir natürlich die Daumen!
    Liebe grüße
    Sarah

  5. Sophia
    13. Juli 2015 at 11:10

    Liebe Juliane,

    meine Daumen sind sowas von fest gedrückt! Alles Liebe und viele Grüße aus Rostock von

    Sophia

  6. 13. Juli 2015 at 16:43

    Echt interessant, ich wusste gar nicht wo die Redewendung herkommt. Ich finde es immer mega spannend sowas zu lesen, meistens ist dann doch alles ganz logisch, auch wenn die Redewendung vorher irgendwie immer komisch und sinnlos war :D
    Freut mich, dass dein Bewerbungsgespräch gut lief und ich drücke dir die Daumen, dass es klappt! Mit dem Outfit hättest du auf jeden Fall gepunktet, ist richtig schön!
    Liebe Grüße :)

  7. 14. Juli 2015 at 12:39

    Ich bekomme vor Bewerbungsgesprächen auch immer kalt Füße, aber es ist wirklich mal interessant zu wissen warum das so ist. Auf jeden Fall drücke ich dir ganz fest die Daumen, dass alles klappt! :)

    Liebste Grüße
    Jana von bezauberndenana.de

  8. 11. September 2015 at 22:44

    Drücke dir die Daumen & ein wirklich informativer Post mit sehr schönen Fotos!

    Würde mich freuen, wenn du meinen Blog auch mal besuchen würdest & mir vielleicht sogar Feedback hinterlässt! :)

    http://she-believesinfairytales.blogspot.de/

  9. 26. September 2015 at 20:34

    So tolle Bilder und so ein super Post. … Auch dein Design finde ich übrigens ziemlich klasse!!
    Und ich drück dir die Daumen im Nachhinein! Ich hoffe du hast den Job bekommen!
    Liebe Grüße
    Hella von http://www.advance-your-style.de

  10. 31. Oktober 2015 at 15:15

    Was für ein wunderschöner Outfitpost! Das Outfit ist toll, aber das Drumherum noch viel toller. So wunderbare Bilder…
    Ich hoffe, du hast den Job bekommen?!
    Liebe Grüße

  11. Tanja
    11. November 2016 at 10:16

    Ich habe das Problem auch. Ich bin sogar öfters soweit gegangen, dass ich kurz vor dem Termin angerufen habe und um Verschiebung gebeten hatte. Dabei fühle ich mich wie eine Versagerin.

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