Ist weniger manchmal wirklich mehr?

Cardigan: H&M | Kleid/ dress: H&M | Boots: GracelandArmband | bracelet: Bijou BrigitteCape: H&M | Kleid/ dress: H&MBoots: Graceland

Cardigan: H&M | Kleid/ dress: H&M | Boots: GracelandGestern hieß es wieder einmal Koffer packen für mich. Da ich wie ihr wisst, eine Zeit lang als Flugbegleiterin arbeitete, ist dies eine Tätigkeit, die mir eigentlich liegt. Schließlich habe ich in den Jahren damals mehr oder weniger aus dem Koffer gelebt. Das Packen sollte demnach doch in fünf Minuten erledigt sein, nicht wahr? Schön wäre es. 
Mein Kleiderschrank ist mittlerweile so voller Klamotten, dass die Auswahl welche Stücke ich mit auf die Reise nehme, langsam schon zu einer echten Tortur wird. Ich stehe jetzt jedes Mal eine kleine Unendlichkeit vor dem Schrank. Hole Kleider, Jacken und Schuhe heraus. Stopfe einige Stücke wieder hinein. Probiere gefühlt zehntausend andere davon an. Kombiniere diesen Pullover zu dem Rock, dann zu jener Hose. Während der Sand der Sanduhr unermüdlich ins Unendliche rinnt. Ihr denkt jetzt bestimmt „Wer die Wahl hat, hat die Qual!“. Einige von euch kennen das Problem aber auch, oder. ODER?
Ernsthaft, ich bekomme so langsam aber sicher das Gefühl mich zu einer echten Carrie Bradshaw zu entwickeln. Vielleicht mit etwas weniger Drama im Liebesleben *lacht*. Aber dafür teile ich die Liebe zum Schreiben und zu Klamotten definitiv mit dieser Frau. Vielleicht sollte ich genau wie sie bald einmal in Erwägung ziehen, meine Klamotten im Backofen zu verstauen. So langsam geht meiner Kommode nämlich der Platz aus. 

Ich musste letztens
ernsthaft schon ein Regal zukaufen, weil der Stauraum nicht mehr ausreichte. Ich oute mich jetzt also offiziell. Ich gehöre zur anonymen mein „Schrank platzt bald aus allen Nähten“ Frauengruppe. Ihr auch? Herzlich willkommen.
Anstatt meinen Ofen jetzt Zweck zu entfremden, sollte ich jedoch lieber in Erwägung ziehen, mich von dem ein oder anderen Stück Stoff zu trennen. Bei dem Gedanken heule ich jetzt zwar schon ins Taschentuch, aber ich befürchte, dass es trotzdem das Beste wäre. Denn brauchen wir wirklich diese ganzen VIELEN Dinge oder Ist weniger nicht doch manchmal mehr?
Chinagarten | Chinese gardenKette | necklace: H&M
Cardigan: H&M | Kleid/ dress: H&M | Boots: GracelandCardigan: H&M | Kleid/ dress: H&M | Kette/ necklace: H&M
Cape: H&M
Ich glaube unser Leben könnte weitaus entspannter verlaufen und wir würden eine Menge Zeit für wesentlichere Sachen haben, wenn wir manches einfach reduzieren würden. Wir Frauen verbringen beispielsweise ca. 76 Tage damit, in unseren Handtaschen herumzuwühlen. Was schleppen wir da alles mit? Die komplette Badezimmerausstattung plus Smartphone? Gruselig.
Ich muss zugeben, dass ich in diesem Fall sogar eine echte Ausnahme von der Regel darstelle. Ich trage nichts als meinen Schlüssel, das Smartphone, Wasser und mein Portemonnaie mit mir herum. Meine Tasche ist also vergleichsweise langweilig. Schlimm genug das ich trotzdem immer zehn Jahre brauche, um den Schlüssel dann auch in diesem „schwarzen Loch“ namens Handtasche zu finden.
Wie ihr bemerkt, beschäftigt mich 
diese weniger ist mehr Sache. Je tiefer ich mich in dieses Thema hinein denke, desto mehr Dinge fallen mir ein, über die es sich noch einmal nachzudenken lohnt. Wir sind beispielsweise jede Minute des Tages umgeben von technischen Geräten. Smartphone, Laptop, Tablet – machen uns immer erreichbar. Jede Minute eine neue Nachricht via WhatsApp, jeden Morgen beim Öffnen des E-Mail Postfachs 30 neue Mails. Brauchen wir das, oder verlieren wir dadurch die Fähigkeit auch mal abzuschalten, uns zu entspannen? So viele Fragen und ich ziehe euch jetzt einfach noch tiefer mit hinein in meinen Handtasche | handbag
Gedankenstrudel. Weniger ist mehr. Wie ich finde, auch beim Fleischkonsum eine topaktuelle Sache. Massentierhaltung und Tierquälerei, dank des morgendlichen Wurstbrotes und dem täglichen Stück Fleisch. Muss das sein oder reicht nicht doch der Sonntagsbraten für die Fleischliebhaber unter uns? Ich will hier nicht werten, angreifen oder verurteilen, sondern einfach ansprechen und Bewusstsein schaffen. Weitere Gedanken kann sich jeder selber machen. 
In diesem Sinne, beherzige ich jetzt meinen eigenen Gedankengang und schreibe nicht noch mehr. Auch auf Septemberkuss gilt eben manchmal weniger ist mehr. Genau wie bei diesem schlichten schwarz-weiß Look, der mir so treffend für diese Thema erschien. 
Handtasche | handbagCape: H&M | Kleid: H&M (ähnlich)| Boots: Graceland | Kette: H&M | Armband: Bijou Brigitte

Kuss | Kiss

  8 Kommentare für “Ist weniger manchmal wirklich mehr?

  1. 23. November 2014 at 22:15

    Du sprichst mir aus der Seele – ich besitze auch U nmengen an Klamotten, versuche dies aber durch ständiges Ausmisten in den Griff zu bekommen (denn dann hat man ja wieder Platz für Neues ;)) Ich bin aber auch der festen Überzeugung, dass man gar nicht soviel braucht, sondern sich auf spezielle und besonders tolle Teile reduzieren kann – jedoch sind wir alle Frauen und man weiß ja selbst, dass das schwieriger umzusetzen ist als man möchte.

    Liebste Grüße
    Luise von http://www.just-myself.com

  2. 30. November 2014 at 13:28

    Der Cardigan ist sooo traumhaft schön

  3. 20. Dezember 2014 at 1:30

    du hast so recht! weniger ist oft sehr viel mehr, bzw. bedeutet weniger einfach auch besser! ich mache so viel, und oft dann alles was ich mache nicht besonders gut, anstatt mich auf eine Sache richtig zu konzentrieren…durch unsere andaurende Erreichbarkeit gaukeln wir uns selber und anderen vor, gleichzeitig an vielen Orten und mit vielen Menschen zusammen sein zu können… einerseits macht das euphorisch, nichts scheint unmöglich, alles könnte schon längst erledigt sein… und genau das stresst einfach so mega und macht die Lebensqualität kaputt!

    abgesehen davon: dein cardigan ist einfach wunderschön!

  4. 29. Dezember 2014 at 14:53

    uhhh ich liebe dein Cape. Steht dir wirklich sehr gut.

    LG aus Hamburg von der Katja :-)
    http://www.tikamana.com

  5. 8. Januar 2015 at 13:04

    Ganz wundervolle Bilder und interessante Gedanken! Weniger ist wirklich meistens mehr… in so vielen Bereichen. Ganz besonders im Konsumverhalten. Ich thematisiere das gewissermassen auch in meinem letzten Artikel – nämlich im Bezug auf Kleider. Lieber kaufe ich mir wenige teure Stücke, die ich auch in 5 Jahren noch LIEBEN und tragen werde, als eine Menge 10€ Discounter Teile, die ich in der nächsten Saison bereits durch neue 10€ Discounter Teile ersetzten werde.

    http://www.thefashionfraction.com

  6. 14. Januar 2015 at 20:47

    Einen sehr interessanten Beitrag hast du da geschrieben. Ich denke jeder muss sein persönliches Maß finden. Aber für mich persönlich kann ich sagen, dass ich je älter ich werde mehr auf Qualität statt auf Quantität Wert lege. Bei Kleidung suche ich mir Sachen aus, von denen ich mir denke das sie auch längere Zeit in meinem Kleiderschrank bleiben werde. Was den Fleischkonsum angeht, habe ich den auch reduziert. Es gibt so viele Gerichte die super lecker sind und wofür keine Tiere leiden müssen.
    Liebe Grüße Jacky
    von http://www.themermaidscandy.com

  7. 9. Februar 2015 at 9:48

    Hello ♥
    ich bin zufällig auf Deinem Blog gelandet.
    Du hast echt tolle Fotos und das Outfit steht Dir super.
    Es würde mich sehr freuen, wenn Du mal bei mir vorbeischauen würdest:
    http://www.femme-noble.de
    Liebe Grüße

  8. 3. März 2015 at 17:23

    Und wieder so ein tolles Outfit. Das Cape gefällt mir super gut an dir! Zusammen mit dem Camel Ton wirkt das Outfit super stimmig und interessant!

    Liebe Grüße Jessy von Kleidermädchen

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